WirtschaftsWoche Agenda vom 13.05.2016
Liebe Leserinnen und Leser, 12.04.2021
schlimmer geht immer: Wer sich zu sehr über die mäßige Arbeit der Großen Koalition ärgert, möge in die USA oder nach Österreich gucken. Im Nachbarland trat ein sozialdemokratischer Kanzler zurück, derweil ein Rechtspopulist vor dem Einzug ins Präsidentenamt steht. Was das kleine Österreich wiederum mit den USA gemein hat: Auch dort mausert sich mit Donald Trump eine ökonomischer Wirrkopf von der Lachnummer zum ernsthaften Kandidaten. Der Unterschied zwischen beiden Ländern, neben ordentlich wirtschaftlichem Gewicht: In Österreich schickt sich immerhin mit dem ÖBB-Chef Christian Kern ein gestandener Manager an, ins Regierungsamt zu wechseln. In den USA dagegen verrückt Trumps Furor das gesamte politische Spektrum in Richtung ökonomischer Unvernunft. Beides zeigt uns: Die Bewirtschaftung breiter Bevölkerungs-Bedürfnisse dürfen nicht zu lange den Populisten überlassen werden. Sonst zahlen wir alle.
Red Bull: Die bizarre Inszenierung einer Kultbrause
Red Bull: Die Eroberung von Medien und Sport
Der Aufstieg von RB Leipzig, seit Jahren mit zig Millionen durch den Brausekonzern Red Bull gepäppelt, ist nur das jüngste Indiz: Der Getränkeriese instrumentalisiert Sport und Medien für seine Botschaften. Nun zündet Gründer Dietrich Mateschitz die nächste Stufe: Aus der Brausemarke soll ein weltweiter Medienkonzern werden. Peter Steinkirchner beschreibt die brisante Transformation einer Brause. Titelgeschichte jetzt lesen.
Deutsche Bank: Suche nach Schuldigen
Vor der Hauptversammlung wächst die Kritik an der Aufarbeitung der Skandale. Investoren drängen darauf, Exmanager in Regress zu nehmen. Man muss kein Prophet sein, um zu wissen, was Cornelius Welp und Yovnne Esterhazy aufzeigen: Die Zeichen vor der Hauptversammlung am Donnerstag stehen auf Tumult, Gründe dafür gibt es reichlich. Der Aktienkurs: auf Dauertalfahrt. Die Dividende: fällt aus. Ein Ende der zahllosen Rechtsverfahren: nicht absehbar. Ganz anders das Geschäftsmodell – das ist ungewiss.
Sicherheit: Deutschlands dubioseste Ausbildung
Wenn es in Deutschland um Boom-Branchen geht, denken alle an Auto- oder Maschinenbau, Chemie- oder Pharma. Eine der Branchen mit dem höchsten Wachstum an Arbeitsplätzen aber ist seit Jahren das Sicherheitsgewerbe. Weil Flughäfen, Flüchtlingsheime oder Bahnhöfe immer stärker bewacht werden sollen, der Staat aber immer weniger Mittel dafür bereitstellt, boomen private Anbieter. Nur: Während das Geschäft wächst, sinken die Standards. Vier Tage Ausbildung sollen reichen, um unsere Sicherheit bewachen zu können. Mein Kollege Konrad Fischer hat einen solchen Kurs verdeckt mitgemacht. Sein Befund: Ausgerechnet in diesem sensiblen Bereich wimmelt es von zweifelhaften Akteuren.
Konzerne: Mehr Rechte für Kleinaktionäre
Unter den 4,4 Millionen Deutschen, die Aktien direkt halten, sind vor allem Kleinaktionäre. Sie sind zu sehr der oft willkürlichen Informationspolitik der Unternehmen ausgeliefert. Insider dagegen könnten inoffizielle Quellen nutzen und Aktien kaufen oder verkaufen, bevor die Öffentlichkeit Bescheid weiß. Auch wenn Kleinaktionäre bei Übernahmen oder einem Börsenrückzug rausgedrängt wurden, konnten sie sich bisher kaum wehren oder wurden unzureichend entschädigt. Doch von Juli dieses Jahres an stärkt der Gesetzgeber die Rechte von Aktionären und erhöht die Pflichten von Aktiengesellschaften bei kursrelevanten Informationen. Martin Gerth erklärt, was Sie davon haben.
Ökonomie: Das Besser-Modell
Die katholische Soziallehre ist weder kohärente Theorie noch exakte Wissenschaft. Aber sie ist besser als so ziemlich alles, was je im Namen einer vulgärliberalen Verhimmelung des Kapitalismus und seiner linkskollektiven Dämonisierung geschrieben wurde. Am Sonntag wird sie 125 Jahre alt. Dieter Schnaas würdigt diese einmalige ökonomische Denkrichtung.
Wenn der Heilige Geist also nicht nicht auf dem Weg zu Ihnen sein sollte - bei uns finden Sie jedenfalls reichlich irdische Inspiration.
Ein schönes Pfingstwochenende wünsche ich Ihnen!
Herzlich,


Miriam Meckel
Chefredakteurin WirtschaftsWoche
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