Was Elon Musk und Evan Spiegel gemeinsam haben
 
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Snap-Gründer Evan Spiegel meidet Auftritte vor Publikum. Quelle: Getty Images
 
 
  Guten Tag,

Was haben Tesla-Chef Elon Musk und Snapchat-Gründer Evan Spiegel gemeinsam? Beide wurden einst als Wunderkinder des Silicon Valleys gefeiert und mit Investoren-Geldern überschüttet. Beide führen schnell gewachsene Unternehmen, die seit Monaten in der Krise stecken. Tesla kämpft mit Produktionsproblemen, Snapchat verliert immer mehr Nutzer. Die Aktienkurse der beiden Unternehmen glichen in den vergangenen Monaten einer Achterbahnfahrt. Beide CEOs dürften schon einmal besser geschlafen haben.

Elon Musk klagte bereits in der vergangenen Woche öffentlich über Stress- und Angstzustände. In dieser Woche hat Snap-Chef Spiegel nachgelegt und mit Bloomberg über seine Schüchternheit und Unsicherheit gesprochen. Der 28-Jährige hat einen Coach angeheuert und durchläuft gerade ein “Selbstverbesserungsprojekt”. Das beinhaltet unter anderem, dass er regelmäßige Mitarbeiter-Meetings abhält, auch wenn er ungern vor großen Menschenmengen spricht.

Für gewöhnlich feiert sich die Tech-Elite als eine Clique selbstsicherer Überflieger, die die Welt verändern will. Musks und Spiegels öffentliche Schwäche-Eingeständnisse sind deshalb bemerkenswert. Die Reaktionen reichen von Bewunderung bis hin zu Unverständnis. Wie viel Schwäche darf ein CEO nach außen hin zeigen? Und gelten dabei unterschiedliche Maßstäbe für Männer und Frauen?

In einer Welt der zunehmenden Automatisierung und Geschwindigkeit ist es eigentlich eine Wohltat, wenn Menschen zeigen, was sie von Maschinen unterscheidet: Emotionen, Fehler, Erschöpfung. Allerdings reicht Offenheit allein nicht aus, wenn man ein milliardenschweres Unternehmen führt, an dem zahlreiche Jobs hängen. Wer ein Problem erkannt hat, sollte konkret an dessen Lösung arbeiten – und nachhaltig etwas verändern. Vielleicht kann sich Elon Musk in Sachen “Selbstverbesserung” bei Evan Spiegel etwas abgucken.

Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt: Wir freuen uns auf Feedback!


Eure Miriam

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EINBLICK
 
 
 
 
  Die deutsche Bundesregierung hat in dieser Woche einen Digitalrat berufen, der ihr den Weg in die digitale Zukunft weisen soll. Dort, wo die deutsche Regierung hin will, ist die estnische schon vor einiger Zeit angekommen: in der digitalen Zukunft, die sie dort Gegenwart nennen. Merkels estnischer Kollege, Juri Ratas, erklärt im ada-Gespräch, warum sein Land digital so weit vorne ist, wie man aus einer ganzen Gesellschaft Technik-Optimisten formt – und warum jede*r Bürger*in auf der Welt in Estland eine digitale Staatsbürgerschaft bekommen kann.  
 
 
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BURN TO LEARN
 
 
 
 
 
Forscher am MIT haben einen Schreibtisch entwickelt, der auf die aktuelle Laune des daran Arbeitenden reagiert. Sensoren messen mehr als 30 biologische Signale wie die Herzfrequenz, Körperhaltung und Gesichtsausdruck des Menschen. Passend zur Stimmung werden Bilder, Töne und Licht auf einen Bildschirm vor dem Schreibtisch projiziert. Bei Stress zeigt der Bildschirm zum Beispiel fließendes Wasser zur Beruhigung. Basis des Prototyps sind psychologische Studien zur Wirkung der Arbeitsumgebung auf die Produktivität. Im nächsten Schritt wollen die Forscher testen, wie sich der Schreibtisch in echte Büros integrieren lässt.
 
 
 
 
 
 
 
 
SERENDIPITY
 
 
 
 
  Vielleicht sind unsere Beine die letzte Rettung vor der vollständigen Übernahme durch die Künstliche Intelligenz. Eine ganze Reihe von Forscherinnen und Forschern, darunter die US-Autorin und -Wissenschaftlerin Siri Hustvedt, glauben an das Konzept des “Embodiment”. Demnach setzt menschliches Bewusstsein einen Körper voraus – Hände, Arme und Beine also. Mit letzteren gehen wir durch die Welt. Eine alltägliche Erfahrung, die gar nicht so alltäglich ist.

Gehen ist ein großartiger Weg, den eigenen Geist zu aktivieren und auf neue Gedanken zu kommen. “Nur die ergangenen Gedanken haben Wert”, so sah das Friedrich Nietzsche. In “Unterwegs - eine kleine Philosophie des Gehens” beschreibt Frédéric Gros die täglichen Spaziergänge Immanuel Kants durch Königsberg, ohne die der Philosoph nicht auf all das gekommen wäre, was er uns überliefert hat. Er schreibt auch darüber, wie Gandhi das Gehen als Ausdruck politischen Widerstands verwendet hat. Für den norwegischen Autor Tomas Espedal ist Gehen die “Kunst, ein wildes und poetisches Leben zu führen”.



Davon weiß der luftige Zweifüßler (“aerial biped”) nichts. Der Roboter, entwickelt an der Universität Tokio, läuft wie ein Flamingo auf Ecstasy. Er simuliert das Gehen, ohne wirklich die Beine einzusetzen, und ist dabei getragen von einem am Kopf befestigten Quadcopter. Eine windige Sache. Wenn es eine wesentliche Verbindung zwischen Körper und Geist gibt, wird die Künstliche Intelligenz so nicht laufen lernen.
 
 
 
 
 
DIGITAL GOOD LIFE
 
 
 
 
 
Erfolg mit E-Motion
 
Lachen kann ganz schön kompliziert sein, haha ... Nee, hehe … Oder hoho. Ja, was denn jetzt, lol. Es gibt Menschen, die lachen fröhlich oder gequält, offen oder gekünstelt. Aber die feinen Unterschiede in der Stilistik von Freude und Fröhlichkeit sind nicht nur auf unsere individuellen Ausdrucksformen beschränkt. Facebook ermittelte 2015 in einer Studie die Verteilung von Lachvariationen auf der Plattform. 15 Prozent der Nutzer nehmen ein Lachen in ihre Postings auf, üblicherweise “haha” (51,4 %), gefolgt von Emojis (33,7 %) und einem “hehe” (13,1 %). Jüngere Menschen und Frauen mögen lieber Emojis, während Männer ein langgezogenes “heheeeeeee” bevorzugen.



Wir lachen also analog und digital unterschiedlich, je nach Land, Stimmungs- und Weltlage. Und nach Alter. Es gab mal eine Zeit, da waren Buchstabenkombinationen en vogue, zum Beispiel die Kombination aus :) (schüchternes Lächeln), :-) (selbstbewussteres Lächeln mit Nase), ::)) (das war jetzt aber wirklich lustig), XD (Brüll!!!). Inzwischen sind diese Formen des Online-Lachens eher uncool. Der Siegeszug der Emoticons hat die Freude verbildlicht. Man muss nur einmal tippen, um verschmitzt, schüchtern, lauthals oder gar Tränen zu lachen. Leute, lacht einfach, wie ihr wollt, aber tut es. Ist gesund und macht glücklich.
 
 
 
 
 
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Ada ist nicht nur Namensgeberin für unser Magazin, unseren Newsletter und unseren Podcast, sondern auch für unser Ada Lovelace Festival, das wir am 11. und 12. Oktober in Berlin ausrichten. Unter dem Motto "Ideas to change the world" bringen wir Frauen aus der IT- und Tech-Branche zusammen und zelebrieren Vielfalt und Ideenreichtum.

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Bonus-Folge: Live-Interview mit Yuval Noah Harari
 
Zum Abschluss unserer ersten Podcast-Staffel haben wir noch eine Bonus-Folge für euch: Miriam Meckel und Bestseller-Autor Yuval Noah Harari ("Homo Deus") diskutieren über die Zukunft der Menschheit. Das Gespräch führten die beiden live bei unserer ada-Konferenz Morals & Machines Ende Juni in Berlin. Im Podcast könnt ihr es in voller Länge nachhören.
 
 
 
     
 
 
 
 
 
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