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#nothing Quelle: Giphy
 
 
  Guten Tag,

Welcher Titel steht auf Deiner Visitenkarte  - und wie wichtig ist er Dir? Elon Musk, Gründer und Chef von Tesla, hat seinen vor wenigen Tagen abgeschafft. Fortan sei er „the Nothing of Tesla“, also der „Nichts von Tesla“, schrieb Musk in einem Tweet.

Nun hat es Musk natürlich leicht. Kaum jemand wird ihn weniger beachten, nur weil er die drei Buchstaben „CEO“ von seiner Webpage getilgt hat. Und doch birgt die Geste des Mannes, der die Gesetzmäßigkeiten der Autobranche und die der Raumfahrt auseinandergenommen hat, wieder einmal Sprengstoff für die Traditionalisten dieser Welt: Musk stellt die Definition von Arbeit, wie wir sie kennen, infrage.

Längst ist er selbst nicht nur Chef von Tesla, sondern auch Chairman des Unternehmens und dort auch Chief Product Architect. Und man muss keine Besessene wie Musk sein, um zu erkennen: In der sich ständig schneller drehenden Welt steckt in uns längst ein viel komplexeres Wesen als es der Titel auf einer Visitenkarte überhaupt hergeben kann.

Gerade für Wissensarbeiter*innen gilt: Wir manövrieren uns schon tagtäglich durch den Dschungel des Projekt- und Aufgabenmanagements. Unsere Berufe passen nicht mehr in starre Bezeichnungen, sondern verteilen sich zunehmend auf viele, variierende Aufgaben: Heute Marketing, morgen Produktentwicklung und übermorgen steht dann vielleicht wieder etwas ganz Neues auf der Aufgaben-Agenda, von dem wir noch keine Ahnung haben, das wir das überhaupt können. Unsere Fokussierung auf Titel und Status könnte deshalb nur ein weiteres Zeichen dafür sein, dass wir Menschen eben gerne nach alten Mustern handeln, statt uns an den Wandel der Zeit anzupassen.

Das Loslassen hätte dabei viele Vorteile: Wessen Job nicht auf einen starren Titel festgelegt ist, muss auch nicht fürchten, dass Roboter ausgerechnet diesen demnächst übernehmen.

Nichts ist heute mehr.


Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt: Wir freuen uns auf Feedback!


Eure Miriam
 
 
 
 
 
ADAS EINBLICK
 
 
 
 
  Kelly Luegenbiehl ist bei Netflix weit oben angekommen. Als Vice President produziert sie für den Streaming-Dienst internationale Erfolge. Warum Netflix kreativer als andere ist und was Luegenbiehl über den Geschmack des deutschen Publikums weiß, erzählte die Top-Managerin Miriam Meckel und Léa Steinacker im Interview.  
 
 
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SERENDIPITY
 
 
 
 
 
Wer hat Angst vor künstlicher Intelligenz?

Zu Halloween hat sich das MIT Media Lab an die Umsetzung eines Alptraums gemacht. In dem Multiplayer-Onlinespiel “BeeMe” konnte eine unbestimmte Online-Crowd einen Menschen durch die Halloween-Nacht steuern. Er soll eine generelle künstliche Intelligenz (KI) names “Zookd” bekämpfen, die sich entschlossen hat, die Menschheit auszurotten.

Als soziales Experiment ist das eine spannende Idee. Der von der Crowd gesteuerte Mensch gibt seinen freien Willen für die Zeit des Experiments auf. Seine Handlungen basieren auf Vorschlägen, für die sich die Menge der Spieler*innen über Abstimmung entschieden hat. Alle Spieler*innen können im Livestream aus der Perspektive des crowd-gesteuerten Menschen verfolgen, was ihm geschieht.

So interessant das aus Sicht von Programmierer*innen und Soziolog*innen sein mag - die Story des Spiels stützt genau die Angst vor KI, von der wir allemal schon genug haben. “How does it feel to be the internet?”, ist die falsche Frage. Im Netz geht es - hoffentlich - nicht darum, irgendwann die Macht zu übernehmen.
 
 
How does it feel to be the Internet? Einfach mal draufklicken!
 
 
 
 
 
BURN TO LEARN
 
 
 
 
  Coden lernen - so lautet das Mantra für morgen. Wer die Sprache der Maschinen nicht versteht, kann sich nicht mehr verständigen. Da ist was dran, denn Sprache ist mehr als Worte. Sie ist die Benutzeroberfläche für Geschichte, Kultur und Denkweisen einer Gesellschaft. Man muss schon verstehen, wie ein Computer seine Logik verarbeitet, um mit ihm gemeinsam an der Zukunft bauen zu können. Wer das kann und einen Job sucht, findet sofort. Sehr gut bezahlt. Mit einem Abschluss in Informatik von einer guten Uni, startet man problemlos mit einem guten sechsstelligen Gehalt.

Deshalb muss niemand in Ehrfurcht vor den Anforderungen erstarren. Schon zeichnet sich nämlich ab, dass man lernende Software auch ohne ein jahrelanges Studium schaffen kann. Das Nonprofit-Unternehmen fast.ai in San Francisco bietet einen siebenwöchigen Kurs in Deep Learning an, den bereits mehr als 100.000 Menschen genutzt haben. Eine Absolventin leitet jetzt Googles neues KI-Lab in der ghanesischen Hauptstadt Accra. Das Motto von fast.ai: “Making neural nets uncool again.” Das ist ein kluges Ziel. Wenn man Hype und Mystifizierung von KI mal etwas zurück schraubt, trauen sich mehr Menschen ran und steigen ein in die Welt der Computersprachen. So macht Lernen Spaß - und es entsteht eine diverse KI-Kultur.
 
 
 
 
 
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me Convention: Die Zukunft beginnt jetzt
 
Du willst heute schon die Zukunft von morgen gestalten? Dann mach die me Convention zu Deiner persönlichen Plattform!
Die me Convention ist eine Kollaboration zwischen Mercedes-Benz und der weltweit führenden Digitalkonferenz South by Southwest (SXSW) aus Austin, Texas. Der Startschuss für das Event mit Konferenz und Festival fiel im September 2017 im Rahmen der IAA in Frankfurt, mit Fortsetzungen in 2018 auf der SXSW und zuletzt in Stockholm. Auch in 2019 gestalten wir auf der SXSW im März und der IAA im September die Zukunft aktiv mit. Lass Dich von internationalen Top-Speakern aus Design, Technologie, Musik und Wissenschaft inspirieren & sei dabei, wenn es wieder heißt: #createthenew

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DIGITAL GOOD LIFE
 
 
 
 
 
Erfolg mit Legotion
 
Mit 60 kennt man eigentlich alle Lebenslagen und hat einiges gesehen. Lego, erfolgreichster Spielzeughersteller der Welt, feiert in diesem Jahr 60. Geburtstag. Schon im Namen ist die Lebenshaltung angelegt. Lego ist die Abkürzung für “leg godt”, spiel gut. Und doch hat Lego weltweit einen Wandel der Stimmungslagen durchgemacht. Seit 1974 produziert Lego die “Minifiguren”, die zu einem weltweiten Sammlerhit geworden sind. Die ersten Minifiguren haben gelächelt. Sie waren glücklich.



Jetzt zeigt eine Studie: Die Stimmungslage der Lego-Figuren hat sich über die Zeit verändert. Glückliche Gesichter wurden seltener. Seit 1990 wächst der Zorn auf den Gesichtern der Figürchen. Weltliche Konfliktlagen spiegeln sich also offenbar sogar auf den Gesichtern von Spielzeugfiguren. Lego sieht das als Chance, Konflikte im Rollenspiel zu erproben und zu lösen.

Bei den deutschen Minifiguren könnte also die Dame vom Oktoberfest gegen den Wehrmachtssoldaten im Stimmungsnahkampf antreten. Wer darauf keine Lust hat, kann von analog zu digital wechseln und die Legowelt der Zukunft im Computer bauen.
 
 
 
 
 
PODCAST
 
 
 
 
   
 
 
Wie verändern Siri, Alexa und Cortana unser Leben?
 
Dank rasanter Fortschritte in der Spracherkennung können wir immer mehr Maschinen mit unserer Stimme bedienen und mit Bots interagieren. Wie verändert die Mensch-Maschine-Kommunikation unser Verhalten? Und wie lässt sich das Mithören mit unserer Privatsphäre vereinbaren? Darüber diskutieren Miriam Meckel und Léa Steinacker.
 
 
 
 
 
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AUTORINNEN UND AUTOREN
 
 
 
 
 
 
Miriam Meckel
 
 
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Maier
 
 
Sven Prange
 
 
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