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Wie hält es Google-Chef Sundar Pichai mit China? Quelle: Getty Images
 
 
  Guten Tag,

In diesen Tagen wird an zwei virtuellen Grenzen gekämpft, die nichts miteinander zu tun haben und gleichzeitig doch sehr viel: Amazon und Apple wetteifern darum, wer an der Börse der best-kapitalisierteste Konzern der Welt ist. Und Google bereitet offenbar den Markteintritt in China vor.

Apple und Amazon haben sich nun lange ein bizarres Wettrennen geliefert: Wer schafft an der Börse als erstes die Eine-Billionen-Dollar-Grenze an Marktwert? Jetzt hat Apple die Rekordmarke gerissen und erreicht einen Börsenwert von einer Billion Dollar. Darin liegt viel Erfolgssymbolik, aber doch auch mehr. Und zwar nicht nur, weil diese immer höheren Bewertungen ein Ausdruck des vielen billigen Geldes sind, das derzeit manche Wahrnehmung an den Märkten verzerrt.

Nach wie vor ist der Kampf darum offen, wer am Ende der dominierende Player im Digitalkapitalismus werden wird. Und dementsprechend verteilen sich Anleger-Hoffnungen auf mehrere Spieler. Klar ist aber, dass die fünf vorherrschenden Konzerne Apple, Amazon, Facebook, Google und Microsoft immer stärker auf einen direkten Wettkampf zusteuern – jedenfalls drängen sie nach und nach in die Geschäftsfelder der anderen. Amazon verdient sehr viel Geld mit Cloud-Dienstleistungen, Google forciert das Geschäft mit Betriebssystemen und alle wetten sie auf den Durchbruch der Künstlichen Intelligenz.

Der Wettbewerb um die Vormacht spielt nicht nur entlang der Billionen-Dollar-Grenze, sondern berührt auch die Geografie der Zukunftsmärkte. Dabei fallen dann weitere Grenzen. Zum Beispiel eine moralische. Schrecklich schön zu sehen bei Google: Der Konzern, der sich einst mit viel Tamtam und Verweis auf Menschenrechte aus China zurückzog, plant nun offenbar sein Comeback. Der Werbe- und Techkonzern, dessen Slogan mal „Don’t be evil“ lautete, bereitet offenbar eine Filter-Software vor, die ihm die Tür nach China öffnen würde. Es winken: Grenzenlose Möglichkeiten, gerade im Bereich der KI, wo China führend ist. Es drohen: Grenzenlose moralische Probleme, wenn Google sich den Dogmen des chinesischen Regimes unterwirft. Unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern regt sich schon der Widerstand gegen den Eroberungszug Ost. Vielleicht erinnert sich Google-Gründer Sergeij Brin ja seiner eigenen Wurzeln in der Sowjetunion – sie dürften ihm wenig Lust darauf gemacht, erneut mit einem autoritären Regime in Kontakt zu kommen.

Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt: Wir freuen uns auf Feedback!


Eure Miriam
 
 
 
 
 
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  Blacklane auf Expansionskurs
  
Uber, Didi, Lyft - beim Ansturm auf das Ride Sharing-Geschäft sind kaum deutsche Unternehmen vertreten. Kaum deutsche Unternehmen? Blacklane versucht sich in der Premium-Nische - und wächst dort und gedeiht. Der Dienst startet immer neue Angebote, CEO Jens Wohlert sagt, am Ende steht ein Börsengang. Astrid Maier hat sich die Blacklane-Expansion näher angeschaut.
 
 
 
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Führen: Die Magie des Netzwerks

Mit der Digitalisierung wandelt sich nicht nur die Arbeitswelt, sondern auch das Führungsbild. Galt früher der Anspruch, als Superman oder Superwoman heldenhaft voranzufliegen, zählen heute eher Harry-Potter-Qualitäten: Führungskräfte müssen nicht mehr alles (selbst) können, sondern die Magie des Netzwerks und der kollektiven Intelligenz nutzen. Denn in einer immer komplexeren und dynamischeren Wirtschaftswelt zählt vor allem die Kompetenz, eine Orientierung und einen Rahmen für Ko-Kreativität zuzulassen.

Arbeiten: Unruhe schlägt Ruhe

Mit der Digitalisierung ändert sich aber auch das Tempo, vor allem das Veränderungstempo im Beruf. Das mag manchen von uns quälen, ist aber eigentlich besser, haben Forscher jetzt herausgefunden: Volatilität tut dem menschlichen Hirn auf Dauer besser als Stabilität.

Das wiederum steht in einem nicht ganz einfachen Spannungsverhältnis zu unserem Umgang mit Ungeduld: deren ärgster Feind ist der Action Bias – unsere Handlungsneigung. Der überkommt uns oft in unklaren Situationen. Anthropologen vermuten, dass es sich um ein Erbe aus der Vergangenheit handelt: Wenn der Säbelzahntiger um die Ecke kam, war Zögern tödlich. In der modernen Welt ist Nichtstun dagegen häufig die beste Option.  
  
Trinken: Der Kreativitäts-Boost

Alles ein bisschen viel Dynamik? Dann erstmal einen trinken. Ihr rollt mit den Augen? In Maßen soll es aber helfen: Leichter Alkoholkonsum kann beim Lösen kreativer Aufgaben helfen. Aber nicht in allen Fällen empfiehlt sich Hochprozentiges für die Ankurbelung der Kreativität.
 
 

 
 
 
 
 
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  Ich sehe was, was Du nicht siehst

Ein altes Kinderspiel muss neu aufgelegt werden. Das heißt “ich sehe was, was du nicht siehst” und hat nichts mit optischen Halluzinationen, dagegen viel mit Fantasie und der Erkenntnis zu tun, dass wir die Welt um uns herum in der Regel nicht auf einen Blick ganz und in allen Details erfassen. In den Lücken, die bleiben, setzt das Spiel an. Ab sofort gibt es eine zweite Variante. Die heißt “ich höre was, was du nicht hörst”, und das ist technisch und ganz realistisch kein Kinderspiel mehr, sondern eine Innovation, die es in sich hat.

Das Startup Noveto hat eine Technologie entwickelt, mit der es direkt was auf die Ohren gibt. Mit Hilfe fokussierter Schallwellen kann man jeden Sound ganz individuell einem Menschen zugänglich machen, ohne dass der dazu irgendein Empfangsgerät braucht. Kopfhörer? Sowas von gestern … Der Clou an Noveto’s Direktsound: 3D-Technologie kann die Position eines Ohrenpaares im Raum immer so genau lokalisieren, dass die fokussierten Schallwellen den Hörenden durch den Raum begleiten. Noch besser aber: Die Technologie ist so präzise, dass niemand sonst hören kann, was man selbst hört. Welche Geheimnisse das Universum einem künftig auch zuflüstern mag, sie bleiben immer ganz individuell, und niemand kann sie belauschen.
 
 
 
 
 
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Die Krux mit der digitalen Bildung
 
Mehr als zwei Milliarden Euro will die Bundesregierung in den nächsten Jahren in die digitale Aufrüstung der Schulen stecken. Das hat das Kabinett vergangene Woche beschlossen. Wie sinnvoll ist das? Das diskutieren Milena Merten und Sven Prange in der neuen Folge des ada-Podcasts. Mit dabei auch: Skills4School-Gründer Rubin Lind.
 
 
 
           
 
 
 
 
 
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Moderne Held*innen
 
Eine der faszinierendsten Geschichten unserer Zeit spielt sich in Bonn ab. Dort hat in den vergangenen Jahren eine Geschichte ihren Lauf genommen, die bei aller Kritik am Zukunfts-Standort Deutschland zeigt, dass vieles dann eben doch funktioniert. Es ist die Geschichte des jungen Ausnahme-Mathematikers Peter Scholze, die diese Woche mit der Überreichung der Fields-Medaille – eine Art Mathematik-Nobel-Preis – ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte.

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