Die US-Haushaltssperre lähmt die Tech-Branche
 
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30 Tage Ausnahmezustand. Quelle: Giphy
 
 
  Guten Tag,

30 Tage. So lange dauert der „Government Shutdown“ in den USA bereits an. 30 Tage Haushaltssperre, die aus dem Streit um die Finanzierung einer Mauer zu Mexiko entstanden ist und alle Regierungsbehörden lahmlegt. Der Stillstand sorgt nicht nur für hohe Kosten, Gehaltsausfall und Frust bei den Amerikaner*innen, sondern trifft auch die Tech-Branche.

Einige lang erwartete Börsengänge, die für das erste Quartal 2019 geplant waren – etwa die der Tech-Firmen Uber, Pinterest oder Lyft –, werden sich wegen des ungewöhnlich langen Stillstands bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC wohl verzögern. Wenn die SEC ihre Arbeit wieder aufnimmt, wird sie erst einmal jede Menge Anträge abarbeiten müssen, was Monate in Anspruch nehmen könnte.

Hinzu kommt, dass einige Software-Unternehmen wie Microsoft oder Oracle zu nicht unerheblichen Teilen von Regierungsaufträgen abhängig sind. Ausfallende Zahlungen könnten ihnen Probleme bereiten. Neue Produkte und Innovationen werden wohl später auf den Markt kommen.

Kann uns alles egal sein? Eher nicht. Was in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt passiert, beeinflusst auch uns. Ausgerechnet die Branche, die für Zukunft und Innovation steht, wird ausgebremst von einem Symbol für Vergangenheit und Rückschritt: einer Mauer.

Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt: Wir freuen uns auf Feedback!


Eure Miriam
 
 
 
 
 
SERENDIPITY
 
 
 
 
 
Zur Spotifyisierung der Musik
 
Manche Songs haben epische Länge. So beispielsweise der von Meat Loaf mit dem – ebenfalls epischen – Titel „Objects in the rear view mirror may appear closer than they are“ (1993). Geschlagene sieben Minuten dauert das Stück. In der Zeit hat man heute geduscht, gefrühstückt und eine Serie gestreamt. Im Ernst: Heute würde Meat Loaf noch mal kurz überlegen, ob er einen so langen Riemen auf den Markt bringt. Denn die Ökonomie des Musikstreamings animiert zum Gegenteil.

Zwischen 2013 und 2018 ist die durchschnittliche Länge eines Songs der US-Hitparade „Billboard Hot 100“ von 3:50 auf 3:30 Minuten zurückgegangen. Fällt den Künstler*innen nichts mehr ein, und deshalb machen sie einfach früher Schluss? Keineswegs. Ihnen ist aufgefallen, dass beim Streaming jeder Song gleich behandelt wird. Geschätzt liegen die Einnahmen pro gestreamtem Song bei Spotify zwischen 0,004 und 0,008 Dollar. Während die geneigten Zuhörer*innen also bei langen Songs mehr Leistung fürs Geld bekommen, kriegen die Künstler*innen für lange Songs das gleiche Geld für mehr Leistung – und damit weniger als sie bekämen, wenn es auf jedem Album mehr, aber dafür kürzere Songs gibt.

Es ist also kein Zufall, dass beispielsweise Kanye West auf seinem 2010 erschienenen Album „Beautiful Dark Twisted Fantasy“ nur zwei Songs hatte, die kürzer als drei Minuten waren, es auf „The Life of Pablo“ aus dem Jahr 2016 hingegen acht sind. Das digitale Streaming sckickt uns zurück in die musikalische Kurzlebigkeit. Um es mit Meat Loaf zu sagen: „Objects in the rear view mirror may appear longer, and they are.“
 
 
 
 
 
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KI für Einsteiger*innen

In der vergangenen Woche haben wir euch an dieser Stelle unser ada-Fellowship vorgestellt, unsere Bildungsoffensive rund um Zukunftstechnologien und neue Arbeitskonzepte für die Köpfe der deutschen Wirtschaft und Politik.    

 
Nicht nur wir haben uns vorgenommen, die digitale Bildung voranzutreiben – auch in anderen Ländern gibt es spannende Initiativen, die Wissen und Kompetenz zum Thema Künstliche Intelligenz vermitteln wollen. Finnland hat sich vorgenommen, seine Bürger*innen mit einem Online-KI-Grundkurs auf die Zukunft vorzubereiten. Um mitzumachen, müsst ihr kein Finnisch beherrschen – das Programm, das von der Universität Helsinki und der Beratung Reaktor entwickelt wurde, ist auch auf Englisch und außerhalb Finnlands frei zugänglich. In sechs Online-Lektionen erfahrt ihr darin spielerisch die Basics zu KI, Machine Learning oder neuronalen Netzwerken. Ein guter erster Einstieg in die Welt von Morgen.
 
 
 
 
 
 
Quelle: Elements of AI
 
 
 
 
 
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DIGITAL GOOD LIFE
 
 
 
 
 
The Scroll
 
Eine App fürs inhaltsleere Dauerscrollen – nein, die Rede ist nicht von Facebook, Twitter oder Instagram. Eine Frankfurter Marketing-Agentur hat eine kostenlose App namens Everscroll auf den Markt gebracht. Die App bietet nichts außer einer grünen Fläche, die man mit dem Daumen endlos nach unten scrollen kann. Als „digitale Beschäftigungstherapie“ und Lösung für „suchtgetriebene Finger“, preisen die Hersteller die App – und wollen mit einem Augenzwinkern zu mehr direkter sozialer Interaktion aufrufen.

Wer sich an dieser Stelle ertappt fühlt, sollte einmal hinterfragen, warum er oder sie das Smartphone eigentlich regelmäßig in die Hand nimmt, bloß um ziellos in sozialen Netzwerken herumzustreunern? Steckt dahinter wirklich nur die vielbeschriebene „Fear of Missing Out“, die Angst, etwas Wichtiges zu verpassen? Ist es Eskapismus, um einer langweiligen Situation im echten Leben zu entfliehen? Oder ist es bereits zum unkontrollierbaren, unerklärlichen Impuls geworden, dem wir immer und immer wieder nachgeben?

Einige Tipps, um den persönlichen Ursachen für das eigene Verhalten auf den Grund zu gehen, hat Harvard Business Review zusammengefasst. Zu welchen Uhrzeiten, in welchen Situationen erliegen wir „The Scroll“? Wollen wir damit Müdigkeit und Erschöpfung kompensieren? Gäbe es alternative Beschäftigungen, die einen ähnlichen – oder nachhaltigeren – Effekt erzielen? Oder ließe sich unsere Sucht auch durch Komprimierung auf eine einzige „Social Media Happy Hour“ pro Tag befriedigen? Morgen beginnt eine neue Woche. Sieben Tage Zeit zur Selbstanalyse – ab jetzt.
 
 
 
 
 
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Vorreiter gesucht Digitalisierungswettbewerb 2019
 
Die digitale Aufholjagd hat begonnen: Stärker denn je treiben Behörden eGovernment-Projekte voran. Das verspricht einen besseren Service für Bürger und effizientere Abläufe. Die Rahmenbedingungen für Digitalisierungsvorhaben sind auch angesichts sprudelnder Steuereinnahmen günstig. Sie bieten Spielraum für Investitionen in die Modernisierung der Verwaltung, was in vielen vorbildlichen Projekten bereits umgesetzt wird. Diese Projekte sichtbar zu machen, ist ein wesentliches Ziel des Digitalisierungswettbewerbs von BearingPoint und Cisco.
 
 
 
 
 
 
 
  Bis zum Bewerbungsschluss am 5. März 2019 sind öffentliche Organisationen dazu aufgerufen, ihre Projekte zur Verwaltungsmodernisierung einzureichen. Die Teilnahmeunterlagen liegen unter www.egovernment-wettbewerb.de bereit.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ADA
AUTORINNEN UND AUTOREN
 
 
 
 
 
 
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