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KI-Forschung in Tübingen am Max-Planck-Institut. Quelle: Cyber Valley
 
 
  Guten Tag,

Im Wirtschaftsleben ist es ja meist so: Wer ein großes Ziel erreichen will, der sollte mindestens eines dieser beiden Dinge mitbringen: Sehr viel Geld. Oder eine sehr gute Idee. Beides geht natürlich auch, das kommt aber erfahrungsgemäß im Leben nicht so oft vor. Nicht so gut läuft es mit den großen Ambitionen, wenn es keine gute Idee gibt, und auch keine außerordentliche Menge Geld. Womit wir bei der Bundesregierung wären und ihrem Umgang mit all jenen Zukunftstechnologien, die unter Künstliche Intelligenz (KI) zusammengefasst werden.

Zum Teil nur wenige Jahre nachdem sich China, die USA, Frankreich oder Großbritannien auf nationale Strategien zur Förderung der KI verständigt haben, hat sich die deutsche Regierung nun auch auf eine solche Strategie geeinigt. Drei Milliarden Euro will man zusätzlich investieren, zum Beispiel in neue Lehrstühle oder die Eröffnung einer Agentur für Sprunginnovationen, um der führende Wirtschaftsraum im KI-Zeitalter zu sein. Das ist zwar ein hehres Ziel, aber eine etwas unentschlossene Umsetzung: Denn sie ist weder richtig schlecht, noch ist sie richtig gut. Sie ist genauso unentschlossen, wie der Weg zu ihr bisher war.

Nun sind drei Milliarden Euro nicht wenig Geld, zudem die Privatwirtschaft ja auch investiert. Aber China zum Beispiel gibt bis 2030 wohl 150 Milliarden aus. Geld ist zwar nicht alles im Umgang mit KI. Man könnte zum Beispiel sehr intelligent einzelne Bereiche dieses großen Feldes KI sehr wirkungsmächtig mit vergleichsweise wenig Geld fördern. Dafür bräuchte es aber eine Idee, welche.

Zum Beispiel ist vielen deutschen KI-Forschern längst klar, dass man das von China und zum Teil den USA ausgerufene Wettrennen, wonach immer mehr Geld und immer mehr verfügbare Daten schon die bestmögliche KI schaffen, nicht wird gewinnen können. Stattdessen forscht man etwa an Algorithmen, die mit deutlich weniger Dateneinsatz als bisherige Codes deutlich bessere Entscheidungen treffen. Ebenfalls ist vielen deutschen Forschern längst klar, dass Geld für 100 neue KI-Professoren so lange nichts nützen wird, wie diese in den engen Grenzen des Beamtenrechts eingestellt werden müssen, während chinesische Forschungseinrichtungen jeden Fraunhofer-Assistenten, der einigermaßen geradeaus rechnen kann, mit Fantasie-Gehältern abwerben. Und genauso ist vielen Beteiligten klar, dass ein paar Millionen mehr an diesem und ein paar Millionen mehr an jenem Institut nichts bringen und das Geld besser ausgegeben wäre, wenn an einem zentralen Ort ein konkretes KI-Projekt umgesetzt würde. Von all dem erzählt die neue Strategie aber: nichts.

Immerhin, das wiederum ist das Gute an dem doch recht zähen Prozess: Kaum eine der versprochenen Maßnahmen ist schon verbindlich in der Planung. Es lässt sich hier und da also noch nachschärfen. Auch ganz ohne Geld.

Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt: Wir freuen uns auf Feedback!


Eure Miriam
 
 
 
 
 
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  Heute schon ins Morgen reisen

Künstliche Intelligenz, Robotics, New Mobility oder Bio-Hacking: die Zukunft steckt voller Möglichkeiten. Und wer sie schon heute versteht, wird sie morgen besser nutzen können. Deswegen wollen wir mit einigen von Euch im kommenden Frühjahr zur South by Southwest nach Texas reisen, der größten Technologiemesse der Welt, bei der alle diese Themen eine Rolle spielen werden. Das ada-Team wird Euch helfen, bei 2.000 Slots im Gesamtprogramm und annähernd 5.000 Speakern nicht den Überblick zu verlieren.

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  Reiche Ernte im Einklang mit der Natur

Die Menschheit wächst. Und damit die Nachfrage. Schätzungen zufolge müssen bis 2050 zwei Milliarden mehr Menschen mit Nahrung versorgt werden. Denn der Kampf gegen den Hunger ist eine der globalen Aufgaben unserer Zeit. STARA, ein Hersteller von Landmaschinen, nimmt die Herausforderung an. Mit SAP-Technologie und IoT ermöglicht er Farmern in Brasilien, ihren Ackerboden datengestützt zu kultivieren, d.h., sie können exakter Düngemittel dosieren, Bepflanzung und Bearbeitung überwachen und den wechselnden Gegebenheiten anpassen. So wird die Ernte ertragreicher und die Nutzung der Ressourcen effizienter. Gut, denn eine nachhaltige Landwirtschaft muss heutzutage beides schaffen: den Ansprüchen von Mensch und Natur gerecht werden.
Mehr über diese Herausforderung auf sap.de/landwirtschaft
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
SERENDIPITY
 
 
 
 
 
Künstliche Philosophie

Menschen lieben Sinnsprüche. Während man die früher mühsam aus Zitatehandbüchern raussuchen musste, hat das Internet diesen Job erheblich erleichtert. Eigentlich sogar inflationiert. Nicht jeder Text muss mit einem Zitat enden. Dieser schon.
 
 
 
 
 
 
 
 
Inzwischen hat die künstliche Intelligenz auch das Geschäft der Sinnsprüche erobert. Und macht dabei einen guten Job, weil sie das Element der unerwarteten Überraschung einführt. Der "InspiroBot” bietet eine nie versiegende Quelle von zufallsgenerierten Zitaten mit philosophischer Dimension. Mein erster Versuch: “Humanity is a movie where the villain is the divine.” Die Menschheit ist ein Film, in dem das Göttliche der Bösewicht ist. Wir wissen nicht, was dieser inspirierende Bot tatsächlich über KI denkt. Aber er hilft uns vielleicht raus zu finden, was wir über KI denken. Oft genug spiegelt sich das in eben diesem Zitat.

Wenn unser Film der Menschheit abgelaufen ist, werden wir merken, dass unsere eigene Schöpfung sich gegen uns gewandt hat? Es braucht eigentlich keine KI um festzustellen: das ist dystopischer Quatsch. Es braucht sie offenbar schon um uns - in einem weiteren serendipitösen Zitat - daran zu erinnern, was helfen könnte: “Answer. Don’t just reflect.”
 
 
 
 
 
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  Die me Convention Talks jetzt auf YouTube

Die diesjährige me Convention von Mercedes-Benz und der weltweit führenden Digitalkonferenz South by Southwest in Stockholm mag zwar vorbei sein, aber noch Wochen später schwelgen wir in Erinnerungen dank des offiziellen me Convention YouTube Kanals.

Egal, ob Du Deine schönsten Momente aus Stockholm noch einmal erleben möchtest oder einfach neugierig bist, was die Zukunft bringt: Auf dem YouTube Kanal der me Convention gibt‘s jetzt die Talks der klügsten Köpfe aus Technologie, Wissenschaft und Kunst – extra für Dich!

Erfahre u.a. von Autorin Claire L. Evans, wie Frauen das Internet revolutionierten, lass Dich von Tech-Magier Tom London verzaubern oder lerne von Yoga-Star Adriene Mishler mehr zum Thema Community Building.

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DIGITAL GOOD LIFE
 
 
 
 
 
Erfolg mit E-Motion
 
Die Verantwortung geht, und die Perfektion kommt. Eine Studie britischer Forscher mit mehr als 40.000 britischen, amerikanischen und kanadischen College-Student*innen stellt fest, dass die jungen Leute heute viel stärker nach Perfektion streben als in den vergangenen zwei Jahrzehnten. Die selbst auferlegte Perfektion wuchs um 10 Prozent, sozial bedingter Perfektionismus gar um 33 Prozent. Das ist nicht gut in einer Zeit, in der wir doch im Modus der permanenten Veränderung leben. Wer Transformation perfekt bewältigen will, endet im Wahnsinn. Beispiel: Softwareentwickler, die versuchen, ein System von Beginn an auf einhundertprozentige Perfektion zu programmieren, werden gnadenlos scheitern. Deshalb gibt es agile Arbeitsmethoden, wie Scrum oder das Design Thinking, mit denen man schrittweise vorgehen kann, um immer flexibel auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren.

Auch die menschliche Existenz ist eine permanente Reprogrammierung. Oder schöner gesagt: Menschen verändern sich in ihrem Lebensweg immer wieder durch den Kontakt zu anderen Menschen. Besonders bedenklich ist deshalb, dass durch das Perfektionsstreben die Zeit für soziale Kontakte und gesellschaftliches Engagement abnimmt, wie dieselbe Studie auch zeigt. Wer stets mit Selbstperfektionierung befasst ist, hat keine Zeit, sich um andere zu kümmern. Der amerikanische Politikwissenschaftler Robert Putnam hat das Problem schon 2000 in einem viel beachteten Buch beschrieben: “Bowling Alone”. Alleine zu kegeln, ist ungefähr so spannend wie Selbstgespräche zu führen. Man wird einsam, unsozial und immer weniger anpassungsfähig. Wir plädieren deshalb heute für das Scrum-Life: In jedem Moment darf das gut genug sein, was man gerade erreichen kann. Dann bleibt nämlich Zeit für die schönen Dinge des Lebens und den sozialen Austausch.
 
 
 
 
 
PODCAST
 
 
 
 
 
Und was wird aus mir?
 
Künstliche Intelligenz schafft immer schlauerer Software und Roboter - welche Arbeit bleibt dann künftig noch für den Menschen? Ganz schön viel, finden Astrid Maier und Sven Prange - und diskutieren die (bessere) Zukunft der Arbeit.
 
 
 
   
 
 
 
 
 
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